Was macht eigentlich die Schweiz?

Die Schweizer haben laut Datenblatt für gestern 149/100.000.
Dort scheint es leider nicht anders auszusehen, als um uns herum.
Alle Informationen und Meldungen zur Schweiz in der Pandemie:

Für gestern, den 13.10. meldet die Schweiz im täglichen Lagebericht für die letzten 14 Tage 15.089 Neuinfektionen entsprechend 176.6/100.000, 9,9% positiven Tests, 229 Hospitalisierte und 28 Tote.

Am 1.10. waren es 4.777 bei 55,9/100.000, 4,1% positive Tests, 114 Hospitalisierte und 15 Tote.

Am 1. September wurde nur die 7-Tages-Inzidenz gemeldet.
Die lag noch bei 1.912 Neuinfektionen entsprechend 22,4/100.000, 3,1% positiven Tests, 18 Hospitalisierten und 3 Toten.

Gerade gelesen:

Heute hat die Schweiz für die letzten 14 Tage bis gestern 26.863 Neuinfektionen und 13,4 positive Tests gemeldet. Die 14-Tage-Inzidenz beträgt 314,4/100.000.

425 hospitalisiert und 44 verstorben.

Die letzte 7-Tage-Inzidenz sieht mit knapp 8.800 Neuinfektionen bereits besser aus.
Gestern gab es eine Medienkonferenz.

Über 12.000 Personen sind nach Einreise in Quarantäne.

Dem Bundesrat ist wohl die derzeitige Situation und Entwicklung nicht geheuer:

Blockquote Der Bundesrat soll gemäss Informationen des Tagesanzeigers am Mittwoch über die nächsten Schritte in der Corona-Pandemie. Darunter auch die radikale Variante des Lockdowns. Bereits an der gestrigen Pressekonferenz schloss Stefan Kuster einen sogenannten Circuitbreaker-Lockdown – also einen Mini-Lockdown – nicht komplett aus. Diese Massnahme werde durchaus geprüft. Gemäss «Tagi» ist dies eines von vier möglichen Szenarien, die der Bundesrat an der heutigen Sitzung besprechen wird – allerdings als schärfstes der vier Szenarien.

Bei 5:10 Uhr: Bundesrat diskutiert Lockdown-Szenario

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…und die heutigen Zahlen geben dem BR recht:

Mittwoch, 21. Oktober: BAG meldet 5596 neue Corona-Fälle – Positivitätsrate 19,8 Prozent

In den letzten 24 Stunden wurden in der Schweiz und Liechtenstein insgesamt 5596 neue Corona-Ansteckungen gemeldet. Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) wurden 28’328 Tests gemacht. Die Positivitätsrate beträgt damit 21,1 Prozent. 11 Menschen sind an Corona gestorben. 115 Personen wurden hospitalisiert.

Sie meinen wohl „Die Positivitätsrate beträgt damit 19,8 Prozent“ :cry:

Deutet wohl darauf hin, dass zuwenig getestet wird und die Dunkelziffer entsprechend hoch ist…

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Beim BAG werden täglich die aktuellen Zahlen und Berichte für den Vortag, die Woche usw. veröffentlicht.
Der aktuelle Berichte zur COVID-19_Epidemiologische_Lage_Schweiz von heute für gestern zur Bewertung der 14-Tage-Inzidenz:

Und
https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/mt/k-und-i/aktuelle-ausbrueche-pandemien/2019-nCoV/covid-19-datengrundlage-lagebericht.xlsx.download.xlsx/200325_Datengrundlage_Grafiken_COVID-19-Bericht.xlsx

Schön, dass Blick.ch diese Daten verarbeitet, zusammenfasst und die Gebiete bewertet.
Gebiete mit fast 900/100.000/14 Tage sind für unser Verständnis sehr heftig.

Die Schweiz war nach meinem Eindruck lange Zeit eher nachlässig. Könnte auch der schweizer Mentalität geschuldet sein. :mask:
Mein Eindruck liegt vielleicht auch mit daran, dass entscheidende Verschwörungsseiten mit wissenschaftlichem Anstrich und entsprechende Foren dort beheimatet sind. :mask:

Eine gute Übersicht der Entwicklung nach dem ersten Juni bietet diese Seite:

Allerdings sind erst nach jeweils ein paar Tagen alle Kantone aufgeführt - vor allem die Westschweizer Kantone mit ihren hohen Fallzahlen hinken mit ihren Zahlen immer etwas hintennach.

Die Datenquellen sind hier aufgeführt:

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Über die Bettenauslastung der Intensivstationen ist diese Graphik zum Überblick über die Zeit:

https://infogram.com/intensivstationen-1hxj48xj7rn56vg

…und die prozentuale Auslastung tagesaktuell:

https://infogram.com/intensivstationen-kt-1h1749pjox7l6zj

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Danke für die Infos.
Jetzt über ein Ampelsystem nachzudenken, kommt bei den Zahlen aber etwas zu spät. Da wäre wohl gleich alles dunkelrot. :mask:

Die Schweiz hat auch die Maskenpflicht sehr zögerlich und spät eingeführt.

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Das stimmt - wir gingen jeweils über die Kantonsgrenze in den Kanton Zürich mit Maske einkaufen, wo schon länger Maskenpflicht war. War genau soweit weg, wie der nächste Supermarkt im Kanton Thurgau.

Und die Unverbesserlichen Zürcher kauften derweil ohne Maske in den Grenzkantonen ohne Maskenpflicht. Soviel zum vielgelobten Prinzip der Selbstverantwortung.

Kann ich einfach nur den Kopf schütteln…

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Bei uns geht halt kaum etwas über den hochgelobten Föderalismus - grundsätzlich entscheiden die Kantone. Die trauen sich dann nicht eigenständig zu entscheiden, sprechen sich ab, treffen trotzdem abweichende Massnahmen, was einen unsäglichen Flickenteppich erzeugt.

Wohl auch darum gab’s bisher kein Ampelsystem…

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Zu dem derzeitigen Hickhack in der Schweiz gibt es bereits einen treffenden Artikel.

Das gibt es bei uns seit Monaten nur noch durch verschiedene Fachleute, die ihre unterschiedlichen Meinungen zum Thema äußern müssen. Das nervt schon genug. :wink:

Auch wenn jedes Bundesland leicht abweichende Regelungen haben mag, sind die derzeitigen Vorgaben vom Bund bei uns im Prinzip doch verbindlich und werden von den Ministerpräsidenten der Länder mitgetragen.
Nach dem Motto „Strenger geht immer.“
So viel Durcheinander wie es bei uns im Frühjahr gab, erwarte ich jedenfalls nicht mehr.
Ampel haben wir ja auch noch nicht. Nur die 50/100.000/7 Tage, ab denen die Massnahmen rein theoretisch bis hin zum Lockdown verschärft werden können.

Bei der Vielzahl an Infektion in der Schweiz werden die Massnahmen vom Bund sicher bald umgesetzt und eine Entscheidung getroffen werden, denn derzeit ist die Kontaktverfolgung doch sowieso schon nicht mehr möglich. :mask:

Habe ja erwartet, dass sich die Schweizer schon wegen ihres Temperaments und ihrer bedächtigen Art mit den Entscheidungen schwer tun.
Eigentlich kommt es mir so vor, wie ich das früher beruflich kennengelernt habe. Wenn der Deutsche längst die Krise bekommt, hat der Schweizer immer noch die Ruhe weg. :mask:
Hoffe, das muss in der Schweiz nicht wirklich so weit eskalieren, bis die Krankenhäuser rappelvoll sind.

Mit der Selbstverantwortung ist das auch bei uns so eine Sache. Deshalb gibt es bei uns ja auch die diversen Bußgelder bei Verstößen gegen die Coronaregeln.

Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt, BMG und BMI

Stand: 22.10.2020, 09:00

(…)
Schweiz: gesamt Schweiz gilt nun als Risikogebiet.

Und auch Österreich ist grösstenteils Risikogebiet.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

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Donnerstag, 22. Oktober: BAG meldet 5256 neue Corona-Fälle – Positivitätsrate 19,8 Prozent

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Freitag, 23. Oktober: BAG meldet 6634 neue Corona-Fälle – Positivitätsrate 26,5 Prozent

Bei uns läuft die Situation meines Erachtens zur Zeit aus dem Ruder. Die hohe Positivitätsrate deutet auf eine erhebliche Zahl an Dunkelzifferfällen, was bei den hohen Fallzahlen bedenklich ist.

Hier die detaillierten Zahlen (inkl. Liechtenstein) des BAG:

Der Bund hat am 18. Oktober ja strengere Massnahmen beschlossen:

„Ab Montag, 19. Oktober, sind im öffentlichen Raum spontane Menschenansammlungen von mehr als 15 Personen verboten. In öffentlich zugänglichen Innenräumen muss eine Maske getragen werden. Eine Maskenpflicht gilt zudem in allen Bahnhöfen, Flughäfen und an Bus- und Tramhaltestellen. Er hat zudem Regeln für private Veranstaltungen mit mehr als 15 Personen aufgestellt. Ausserdem darf in Restaurants, Bars und Clubs nur im Sitzen konsumiert werden. Nach Konsultation der Kantone hat der Bundesrat die «Covid-19-Verordnung besondere Lage» entsprechend angepasst. Darin ist neu auch die Empfehlung zum Homeoffice verankert.“

Einerseits brauchen die Massnahmen ein bis zwei Wochen, bis sie Wirkung zeigen, andererseits sind sie wohl so mutlos, dass wir wohl auf einen zweiten Lockdown oder „Circuitbreaker“ zusteuern. Es ist zum Heulen…

Spitalauslastung IPS (CH):
https://infogram.com/intensivstationen-1hxj48xj7rn56vg
Spitalauslastung IPS (Kantone) tagesaktuell
https://infogram.com/intensivstationen-kt-1h1749pjox7l6zj

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26,5% sind echt heftig.
Das wären, um sich das mal vorstellen zu können, auf unsere wöchentlichen mind. 1,15 Mio. Tests bezogen mehr als 300.000 Neuinfektionen in D pro Woche. :astonished: Kann nur hoffen, dass wir da nicht noch hinkommen.

Bei unserem Lockdown im Frühjahr sind die Infektionen auch erstmal bis Ende der 2. Woche nach dem Lockdown weiter angestiegen, bevor sie dann gefallen sind. Dabei wurden die Schulen ja schon eine Woche vorher geschlossen.
Am WE der Woche zur Entscheidung des Lockdowns in der kommenden Woche waren die Positvraten der Tests bei 6,8%, nach der ersten Lockdownwoche bei 8,7% und nach der zweiten Lockdownwoche bei 9%. Erst dann sind sie gefallen.
Da hatten wir zwar noch keine Maskenpflicht. Aber wer trägt innerhalb seiner Familie schon Maske.
Daher ist wohl überall erstmal mit einem frustrierenden weiteren Anstieg zu rechnen, der es schwer machen wird den Erfolg der Maßnahmen früh einzuschätzen. :slightly_frowning_face:

Dieses doofe Virus stellt unsere ganze Art zu leben schwer auf die Probe.
Wünsche uns allen viel Erfolg und dass das Virus bald so mutiert, dass es viel harmloser wird. :slightly_smiling_face:

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Epidemiologische Lage in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein

Seit 17. September 2020 erscheinen die täglichen Situationsberichte neu von Montag bis Freitag.

Am Wochenende macht das BAG Pause - SARS-CoV-2 leider nicht.

So müssen wir am Samstag und Sonntag ob der miesen Fallzahlen nicht erschrecken, dafür am Montag dreifach…

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Samstag, 24. Oktober bis Montag, 26. Oktober: BAG meldet 17440 neue Corona-Fälle (für 3 Tage) – Positivitätsrate letzte 14 Tage 19,8 Prozent

Leider auch wieder 37 Todesfälle.

Immer mehr Spitäler ächzen unter der Auslastung, vor allem der IPS/ICU.

Die Vollidioten unter sich:

«In Schwellbrunn hat eine Hochzeit mit über 200 Gästen stattgefunden. Mehrere Gäste sollen positiv an der Veranstaltung teilgenommen haben. Abstand- und Hygienemassnahmen wurden nicht eingehalten. Obwohl das Brautpaar von den positiven Tests wusste, hatte es uns nicht kontaktiert.»

„Im Rahmen der Hochzeit hätten die Gäste vereinbart, sich nicht testen zu lassen, um eine mögliche Quarantäne zu umgehen. «Ein solches Verhalten lässt mich verärgert und entsetzt zurück», sagte der Gesundheitsdirektor. Einzelne Verzeigungen müssten nun geprüft werden.“

„Gewisse Gäste hätten dann später auch noch an einem Oktoberfest und an anderen Aktivitäten teilgenommen.“
(Quelle: Blick)

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Dienstag, 27. Oktober: BAG meldet 5949 neue Corona-Fälle – Positivitätsrate 28,7 Prozent

Die Story des Tages:

Sie tanzten, sangen und genossen eine Fahrt auf dem Main und der Donau. Jetzt befindet sich der grösste Teil der Flussschifffahrtsteilnehmer in Isolation. Über die Hälfte wurde positiv aufs Coronavirus getestet. Darunter auch Sängerin Monique.

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