Proteste gegen öffentliche Maßnahmen

Irgendwann ist die Masken-Wut in Jena so groß geworden, dass selbst das Ordnungsamt unter Polizeischutz gestellt werden musste. Es war im Juni, sagt Thomas Nitzsche, der 44-jährige Jenaer Oberbürgermeister (FDP). Damals begannen Bürger zu schimpfen und zu pöbeln, wenn Mitarbeiter der Stadtverwaltung durch die Straßen gingen und die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollierten. Einige Jenaer wollten sich nicht mehr belehren lassen, dass sie Maske zu tragen und Abstand zu halten hätten.

Deshalb sorgte Nitzsche dafür, dass seine Leute, bis sich der Ärger wieder gelegt hat, nur noch in Begleitung von Polizisten durch die Innenstadt patrouillieren. So wurde im Juni auch in Jena sichtbar, wie die Stimmung in Deutschland sich verändert: von überwältigender Zustimmung für die Präventionsmaßnahmen zu Unmut und Wut. Dass zuletzt einige Landespolitiker, vor allem aus dem Osten, öffentlich die Frage aufgeworfen haben, wie lange man die Bürger eigentlich noch zum Masketragen verpflichten könne, das liegt auch an der Lage in Orten wie Jena.

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Wer soll das schon verstehen. Während man sich jetzt bei uns Reiseverbote für Menschen in Hotspots überlegt, liest man von etlichen Urlaubern wegen der neuen Maskenpflicht und dem Schließen des Ballermann in Mallorca hätten sie den Urlaub storniert bzw. keine Lust mehr zu bleiben.

Es gibt genug Menschen, die bewiesen haben, dass sie nicht nachdenken. Man kann es nicht kapieren.

Wenn genug Neuinfektionen durch Urlaubsreisende eingereist sind und hier die Infektionen wieder steigen, wird sich unsere Regierung auch etwas überlegen müssen.