Österreich: nach Shutdown wieder Wirtschaft hochfahren und Containment

In Österreich werden nach vier Wochen restriktiven Maßnahmen diese Einschränkungen erstmals wieder etwas gelockert.
Nach dem Shutdown folgt ab morgen (14. April) der nächste Schritt der Covid 19 - Bekämpfung.

  • das langsame Hochfahren der Wirtschaft und
  • Containment, also Infizierte und Erkrankte so schnell wie möglich zu identifizieren und deren Kontaktpersonen festzustellen. Alle Betroffenen werden sofort isoliert, damit sie keine weiteren Personen mehr anstecken können.

Etappe 2, die am Dienstag beginnende Phase der „gesicherten Teilöffnung“, werde jedoch deutlich schwieriger werden: „Wir müssen trotz schrittweiser Öffnung die Zahl der Neuerkrankungen auf geringem Niveau halten. Das wird eine noch größere Herausforderung, wir dürfen uns durch unbedachtes Verhalten nicht alles Erreichte wieder zunichtemachen“,

nächster Schritt: Covid 19 - Wirtschaft hochfahren und Containment

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Bestandsaufnahme vor morgigem Hochfahren der Wirtschaft…
aktueller Stand(18:00) Positiv Getestete: 14.029
Stand (09:30): Hospitalisiert: 981 Intensiv: 239

Dann werden wir die Zahlen in einer Woche vergleichen, hoffen wir mal dass wir weiterhin die Krise gut im Griff behalten.

  1. April: Diese Geschäfte sperren heute wieder auf…

Dann hoffen wir mal, dass die Menschen heute vernünftig agieren :smiley:

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@Tesla3forMe bin mal gespannt, wie die Wiedereröffnung von Geschäften in AT funktioniert. Würde mich freuen, wenn Du heute Abend was dazu schreiben könntest!

Gruß Mathie

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Gerne.

Ein erster Schritt ist wohl die Erhöhung der Testkapazitäten um eine Containment-Strategie erfolgreich umzusetzen…

Einen Schwerpunkt bilden dabei Tests in Alters- und Pflegeheimen, wo Hochrisikopatienten leben.

Erhöhung Testkapazitäten

Baumärkte sind begehrt …

…auch in der Steiermark

Update 21:30
Also bei uns in der Stadt war der Parkplatz beim Baumarkt auch gut gefüllt. Soweit ich gesehen habe ging es recht gesittet zu. Die Idee, dass alle Kunden mit Einkaufswagen fahren, um einen Meter Abstand zu halten, ist gut. Das machst ja sonst eigentlich auch, es tut keinem weh und es hilft.
Ich war selbst aber nicht im Baumarkt, dafür war ich tanken - beim Aussteigen aus dem Auto fiel mir ein, dass ich ja einen schwarzen Schal als MNS mitgenommen hatte. Den wickelte ich dann auch brav um Nase und Mund. Schon witzig, wenn man früher so auf eine Tankstelle oder gar in eine Bank gegangen wäre hätten die wohl Alarm ausgelöst. :rofl: :crazy_face:

Im großen und Ganzen dürfte der erste Schritt in Richtung Normalität gelungen sein…

Gerade erst gesehen, das Dashboard wurde auch überarbeitet…Detailinfo zu Hospitalisierung - verfügbaren Betten, belegt Betten usw.
Covid 19 Amtliches Dashboard

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Den ersten Tag mit Lockerungen haben wir hinter uns gebracht.
Das Unberechenbare daran ist, dass wir die Auswirkungen wohl erst in 10 bis 14 Tagen sehen können.

Hier noch ein offizieller Bericht…
Keine gröberen Zwischenfälle am Tag 1 nach dem shutdown

Containment: bedeutet auch mehr testen…
Testkapazitäten auf 10.000/Tag hochgefahren

11:58 (war vorher eigener Beitrag, zusammengefasst)

Der Sportminister gesteht ein, dass hierfür viele Fragen auftauchen können. Wie beispielsweise im Tennis. Ob beide Spieler dieselben Bälle verwenden dürften. Kogler schlägt etwa vor, markierte Bälle zu verwenden, die der Gegner nicht berühren darf. :thinking: :rofl:

ab Mai wieder einige Sportarten erlaubt …

Ich fürchte es könnte durchaus skurill werden…

Nochmal Sport, ein ausführlicher Artikel
Auf die Infektionszahlen Mitte Mai bin ich gespannt …

PS: (Stand 18:00) haben wir etwa +1% bei den Infektionen, war anscheinend die letzten vier Tage nie mehr, davor einige Tage um die +2%
https://coronatracker.at/

  1. April
    Containment 2.0

…weiters der neue Test-Schwerpunkt bei Handels-Beschäftigten sowie - am wichtigsten - die Testung aller Bewohner und Mitarbeiter der heimischen Alten- und Pflegeheime.

Mitarbeiter und Bewohner der Alten- Pflegeheime: 130.000 Menschen.

Zu der Containment-2.0-Strategie gehört insgesamt die exaktere Erfassung der Infizierten und Erkrankten durch mehr Tests oder der verbesserte Schutz von Risikogruppen - vor allem Älteren. Das heißt, es werden Maßnahmen beschrieben, wie Personen mit Verdacht auf eine Covid-19-Infektion rasch getestet und isoliert werden können.

Es geht weiter mit Containment 2.0

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Irgendwie ist das alles ziemlich gespenstisch…

  1. Begonnen hat es mit einem Anruf beim Provider, die sind zur Zeit ziemlich überlastet, es redet nur eine Maschine mit dir und sagt dass du zurückgerufen wirst. Hat zuverlässig funktioniert, endlich eine menschliche Stimme.
  2. Die Dame an der Kasse ist real, trägt eine Schutzmaske und sitzt geschützt vor etwaigen Spuckattacken hinter einer Plexiglasscheibe
  3. Der Besuch auf der Bank im Selbstbedienungsbereich, kein Angestellter, kein Kunde zu sehen.
  4. Auf der Post kannst deine Packerl selbst aufgeben
  5. dazu noch Arbeit im HomeOffice.
  6. abends noch kurz mit dem Auto raus um frische Luft zu schnappen, alle Lokal wo sonst LEBEN war - finster.

Schöne neue Welt, die Vereinzelung des Menschen nimmt Fahrt auf… :flushed:
Wenn dieses Corona social distancing noch länger dauert bekommen wir wohl noch andere Probleme …

  1. April
    Aktuell liegen wir noch bei etwa einem Prozent neue Fälle oder sogar etwas darunter…
    https://coronatracker.at/

Die Auswirkungen des Hochfahrens werden wir wohl erst irgendwann zwischen 25. und 30. April sehen…

Mit den Großveranstaltungen dürfte es bei uns nun wie in Deutschland sein, nix bis 31. Aug.
Keine kulturellen Großveranstaltungen bis 31. Aug.

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Ich habe im NDR-Podcast mit Drosten die Woche gehört, dass er es bei den erstmal noch geringen Lockerungen für möglich hält, dass in DE die Zahlen weiter runter gehen. Es seien ja eher Nachjustierungen als deutliche Lockerungen.

Gruß Mathie

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Ja, das habe ich bei uns auch vernommen.
Wenn die mathematischen Modelle funktionieren, soweit ich das verstanden habe, sollte das langsame Hochfahren kein Hochschnellen der Infektionszahlen verursachen, im besten Fall könnten diese sogar weiter zurückgehen, das wäre natürlich optimal.
So kann man sich step by step an die Normalität herantasten.
Das Durchtesten der 130.000 Ärzte, des Pflegepersonals und der Bewohner von Alters- und Pflegeheimen ist ein weiterer Schritt um Infizierte zu erkennen und zu isolieren und damit das Virus auszuhungern.

Nach der ersten Woche sieht es gut aus mit den Infektionszahlen, heute aktuell etwa +0,5% bei Neuinfektionen, 208 Patienten auf Intensiv-auch ein schöner Rückgang
Wie gesagt, so richtig wird man die Auswirkung der Maßnahmen-Lockerung wohl erst Ende nächster Woche beurteilen können. :smiley: :innocent:

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Die Masken werden wohl an vielen Orten und bei vielen Gelegenheiten präsent sein…

Wir sind auf gutem Weg, gestern nur 78 Neuinfektionen, das entspricht etwa +0,5% :smiley:
Je disziplinierter wir die ganzen Maßnahmen durchhalten umso früher werden wir wohl auch wieder ohne Masken unterwegs sein können.

Einfacher wird es wohl nicht für die Entscheidungsträger, klar melden jetzt alle möglichen Bereiche ihren Wunsch nach Hochfahren an.

Der Wunsch nach Schulöffnung (bzw. Öffnung Kindergärten) ist auch verständlich, die Kinder brauchen eine Aufgabe, deren Eltern (home schooling) müssen auch entlastet und für ihren Job freigespielt werden.
Jene Omas und Opas die bisher Anlauf-/Betreuungsstelle für die Enkel waren können ja aktuell dieser Aufgabe nicht nachkommen, da sie ja am meisten gefährdet sind und möglichst isoliert bleiben müssen.

Nun muß step bei step mit Augenmaß priorisiert und entschieden werden, nur - alles auf einmal wird wohl nicht gehen sonst sind wir wieder da wo wir vor 5 Wochen (Start lockdown) waren. :grimacing: :flushed:

Alle zwei bis drei Monate einen Lockdown für ein paar Wochen werden wir uns weder leisten können noch wird das jemand wirklich wollen.
Die angestrebte Strategie im zwei Wochen Rhythmus über weitere Lockerungen zu entscheiden klingt vernünftig und bringt uns hoffentlich laufend wieder Normalität.

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@Tesla3forMe danke für die regelmäßigen Updates zu Österreich, bekomme ich hier in DE in den Medien sonst relativ wenig davon mit.

Gruß Mathie

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Wir haben nun eine spannende Woche, ab Mitte/Ende dieser Woche wird man sehen ob sich die Rückkehr in die „neue Normalität“ in den Infektionszahlen niederschlägt.
Im optimalen Fall gibt es keinen Neuanstieg, damit könnte man weitere Öffnungen einleiten :smiley:

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Schritt für Schritt wird Bildung und Gastronomie wieder hochgefahren …

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Ich finde es sehr gut, dass Österreich eine positive Perspektive aufzeigt und das immer mit Aufrufen zu weiterer Disziplin verbindet.

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Ja.
Es geht halt Schritt für Schritt zurück in die Normalität, Disziplin wird wohl weiter nötig sein damit die Infektionszahlen nicht wieder hochgehen.
Neben Hochfahren der Wirtschaft müssen wir auch darauf achten nicht in eine zweite Welle zu laufen…

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Es wird sich zeigen, wie Menschen das Angebot annehmen wenn das Personal (nur dieses?) mit Mundschutz rumläuft.
Ehrlich gesagt sehe ich Menschen lieber ins Gesicht, nachdem ich eh noch nie der große Essens-Geher war wird es mich nicht so treffen, für alle die gerne ein - normales - Abendessen in einem Lokal genießen wird es wohl (anfangs) nicht so einfach.
Findige Gastronomen werden sich wohl zusätzlich neue Geschäftsideen überlegen, wie auch immer - die kommenden Monate werden in allen Lebensbereichen wohl anders sein…

In Österreich ist die prozentuelle tägliche Zunahme der Coronavirus-Neuerkrankungen am Mittwoch laut Gesundheitsministerium auf einen bisherigen Tiefstwert von 0,34 Prozent gesunken. Der Zehn-Tages-Durchschnitt liegt bei 0,72 Prozent.

„Das ist ein sehr erfreulicher Erfolg der Phase 1, der intensiven Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus. Österreich hat damit europaweit den erfreulichsten Trend“, sagte Anschober. „Ich warne aber eindringlich davor, jetzt leichtfertig zu werden. Denn in diesen Zahlen sind die Auswirkungen der ersten Öffnungsschritte noch nicht enthalten. Diese sind für das Wochenende zu erwarten.“

Zunahme Neuerkrankte auf Tiefstwert

Das sieht ja erfreulich aus :smile:

Es geht nicht nur um Corona und Wirtschaft.
Alten-/Pflegenheime, Schulen
Auch das Zwischenmenschliche muss wieder eine Chance bekommen und gelebt werden können.
Besuche in Alten- und Pflegeheimen ist sicher ein heikler Punkt, da die Bewohner zur am meisten gefährdeten Gruppe zählen.
Ist sicher eine Gratwanderung, riskiert man eine Gefährdung der Bewohner oder riskiert man Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Bewohner weil eben niemand von der Familie vorbeikommen darf. Da ist wohl eine gesamtheitliche Betrachtung und Entscheidung notwendig.


Auch die Schulen gehören zu einer funktionierenden Gesellschaft…

Fahrplan für eine Wiederöffnung der Schulen vor: Zuerst kommen die Abschlussklassen dran, dann die Jüngeren, zum Schluss die Älteren. Klassen werden in zwei Gruppen geteilt. Kindergärten sollen Kinder aufnehmen, ohne Bestätigung des Arbeitgebers der Eltern.

Schulen werden nicht für alle gleichzeitig geöffnet." Zuerst kommen die Älteren dran, sagte der Minister: Ab 4. Mai öffnen die Schulen für die Abschlussklassen und Maturanten, ab 15. Mai für alle 6- bis 14-Jährigen, ab 29. Mai für die Älteren.

Nach den Schülern der Abschlussklassen (4. Mai) kehren ab 18. Mai die 700.000 Schüler an Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen und Sonderschulen in ihre Klassen zurück. Das hat Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bei einer Pressekonferenz am Freitag bekanntgegeben. Für die 300.000 restlichen Schüler startet der Unterricht wieder nach Pfingsten am 3. Juni.

Schulen demnächst im Schichtbetrieb


Bis jetzt sieht es gut aus, laut Gesundheitsminister werden sich Auswirkungen aber erst am Sonntag zeigen (12 Tage verzögert)

Das Konzept Schulen im Schichtbetrieb zu betreiben, erscheint mir interessant. Konkret würde mich interessieren, die Modellierung des Infektionsrisikos dahinter zu sehen. Bringt die Entzerrung wirklich nennenswert weniger potentielle Risikokontakte?

Nachteil beim Schichtbetrieb ist halt, dass für die Eltern immer noch die alte Normalität fehlt und die Berufstätigkeit dadurch je nach Beruf und Alter der Kinder halt weiter schwierig ist.

Gruß Mathie

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Soweit ich es mitbekommen habe zwei Gruppen, eine Woche die 1. Gruppe drei Tage, die 2. Gruppe zwei Tage, in der darauffolgenden Woche umgekehrt.
D.h. in zwei Wochen ist dann in Summe jeder Schüler eine Woche in der Schule, eine Woche zu Hause.
Wegen dem mathematischen Modell könntest ja bei Dr. Popper anfragen (TU Wien).
TU Wien (Kontakt)