Immer mehr Zweitinfektionen

Damit ist wohl Herdenimmunität endgültig vom Tisch.

Bei beiden Betroffenen sorgte die zweite Infektion für schwerere Symptome als die erste, wie Forscher um Richard Tillett von der Universität Nevada und das Institut für Mikrobiologie der Bei beiden Betroffenen sorgte die zweite Infektion für schwerere Symptome als die erste, wie Forscher um Richard Tillett von der Universität Nevada und das Institut für Mikrobiologie der Universität von Quito (IMUSFQ) berichteten.

Immer mehr Zweitinfektionen

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Hab dazu vorhin auch einen Beitrag vorbereitet, den ich kurz vor dir gepostet habe, da ich unterbrechen musste. Immunschutz bei Corona

Der Hammer ist für mich vor allem der kurze Zeitraum von Mitte April bis Ende Mai und damit weniger als 6 Wochen zwischen den beiden Infektionen des jungen Amerikaners.

Das erinnert mich auch an die Verbundstudie, die besagt, dass das Immunsystem nach der Infektion und Bildung von Antikörpern gegen die eine Mutation anfälliger für eine Infektion durch die andere Mutation werden könnte und die unter diesen Bedingungen die Entwicklung von Impfstoffen als hilfreiches Mittel bezweifelt.

Aber gut. Bislang sind das nur Einzelfälle. Und man kann nicht von einigen Einzelfällen auf alle schließen. Das Problem ist eben in jeder Beziehung, dass uns einfach die Zeit fehlt, die Folgen des Virus umfassend beurteilen zu können.

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Das ist denke ich ein wichtiger Aspekt, den man bei allen Überlegungen zu Corona im Hinterkopf behalten sollte.

Deshalb halte ich es für wichtig, unabhängig davon, ob eine Person schon einmal infiziert war, immer zu versuchen das Expositionsrisiko gering zu halten.

Gruß Mathie

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In jedem Fall.

Es verwundert allerdings und ist gleichzeitig möglicherweise Zeichen der allgemeinen Überforderung der Systeme, wenn jetzt, Ende August, etwas veröffentlicht wird, was eigentlich bereits Ende Mai hätte auffallen und im Detail untersucht werden können.

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Jetzt hab ich auch noch eine Bestätigung der damaligen Studie, dass eine Infektion anfälliger für eine Zweitinfektionen machen könnte, gelesen.

Österreichische Forscher haben herausgefunden, dass einige genesene Corona-Patienten Antikörper entwickeln, die das Eindringen des Virus in den Körper sogar leichter machen würde und das Coronavirus dann besser an die Zellen andocken konnte.

In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler Daten von insgesamt 25 Probanden. Bei 15 Personen bildeten sich schützende Antikörper. Dabei hemmten sie das Virus jedoch lediglich bei sechs Personen um mehr als 50 Prozent.

Kein beziehungsweise ein negativer Effekt zeigte sich derweil bei zehn Personen. Entweder, weil das Virus schlicht überhaupt nicht gehemmt werden konnte oder, weil es sogar besser als vor der Infektion an die entsprechenden Zellen andocken konnte. Die Zweitinfektion* werde durch eine erhöhte Bindungsrate also erleichtert. Ein überraschendes Ergebnis, das sich nicht zwingend mit dem aktuellen Forschungsstand deckt.

Quelle und Verlinkte Nachricht:

Angesichts dieser Nachricht könnten viele der vermutete Zweitinfektionen, die man mit irgendwelchen Erklärungen als nicht möglich abgetan hat, doch Zweitinfektionen gewesen sein.