Dauerhaft an Covid-19 Erkrankte. Die andere Dimension

Nachdem ich bereits diverse Studien gepostet hatte, die auf einen möglichen Verbleib des Virus im Körper mit chronischer, HIV-ähnlicher Erkrankung hindeuten, musste ich gestern lesen, dass es bereits tausende Menschen gibt, die an einer dauerhaften Covid-19 Infektion leiden.

Die Betroffenen gehören zur Gruppe der milden Infektionen. Doch sie sind nicht nach einer Woche symptomlos, sondern fallen in einen CFS-ähnlichen Zustand. Sie haben unendlich viele der möglichen Symptome und sind nach der Infektion seit Monaten dauerhaft krank. Sie testen meist negativ, da die Virenlast im Nasen-/Rachenbereich nicht mehr nachweisbar ist.

Wenn dieser Zustand nicht auch vereinzelt Wissenschaftler betreffen würde, würde man den Betroffenen genauso den Psychostempel aufdrücken, wie man es bei an CFS Erkrankten seit Jahrzehnten tut.

Was sie bisher nicht zu den bekannten Folgen der Sars-Infektionen 2003 berichtet haben:

In einer Studie mit 233 Einwohnern von Hongkong, die die SARS-Epidemie von 2003 überlebt haben, hatten etwa 40 Prozent nach etwa drei Jahren Probleme mit chronischer Müdigkeit, und 27 Prozent erfüllten die CDC-Kriterien für ME / CFS.

Auch die Schlussfolgerung dieser Studie (Im nachfolgenden Artikel verlinkt) berücksichtigt nicht, dass es sich um ein körperliches Problem handelt.

Schlussfolgerungen
Psychiatrische Morbiditäten und chronische Müdigkeit blieben bestehen und waren bei den Überlebenden nach 4 Jahren weiterhin klinisch signifikant.
Eine Optimierung der Behandlung von psychischen Erkrankungen durch einen multidisziplinären Ansatz im Hinblick auf eine langfristige Rehabilitation, insbesondere im Hinblick auf psychiatrische Probleme und Müdigkeitsprobleme sowie funktionelle und berufliche Rehabilitation, wäre erforderlich.

Eine kürzlich durchgeführte niederländische Studie untersuchte etwa 1.600 Menschen, die über Coronavirus-Symptome berichteten, von denen 91% nie ins Krankenhaus eingeliefert wurden, und stellte fest, dass eine große Mehrheit angab, fast drei Monate später weiterhin an Gesundheitsproblemen wie extremer Müdigkeit oder Atemnot zu leiden. Das Durchschnittsalter der Befragten betrug 53 Jahre.

Diese Fälle wird es wohl in allen Ländern geben. Auch wenn ich bei uns bisher noch nicht darüber gelesen hatte, wird es sie auch bei uns geben.