Covid 19 hält uns den Spiegel vor. Was lernen wir Menschen daraus?

Jede Krise ist auch eine Chance.
Covid 19 hat uns aufgezeigt auf welch tönernen Füßen wir tw. unsere Gesellschaft aufgebaut haben.
Kapitalistisch. Konsumorientiert. Globalisiert.

Was lernen wir daraus?
Was können und werden wir in Zukunft anders machen oder bleibt alles wie es ist?
Ist Digitalisierung (Stw: homeoffice) der richtige Weg für die Zukunft oder führt es noch mehr zur Vereinzelung des Menschen, zu noch weniger sozialen Kontakten?
Ist Globalisierung weiter anzustreben (Abhängigkeit von z.B. China) oder sollten wir wieder mehr Nationalbewusstsein haben und uns auf unsere eigenen Qualitäten besinnen, z.B. die eigenen Nahversorger/Bio-Bauern unterstützen?

PS: Habe ja schon vor Corona begonnen mich zu fragen was im LEBEN wirklich wichtig ist, was glücklich und zufrieden macht. Selbstverständlich muss es jeder für sich selbst herausfinden, jeder hat und setzt andere Prioritäten.
Einige meiner Erkenntnisse…

  • auf die Gesundheit achten, dass also Körper, Geist und Seele im Einklang sind.
  • für entsprechenden Ausgleich sorgen, Bewegung an der frischen Luft, in der Sonne (Vitamin D), im Wald (Terpene), Meditation, Progressive Muskelentspannung usw.
  • LOSLASSEN, habe mich von etlichen materiellen Dingen getrennt die sowieso nicht genutzt werden
  • Menschlichkeit, Empathie und Miteinander für ein friedliches Zusammenleben entsprechende Priorität einräumen.
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Schönes Thema, was du da aufgemacht hast! Zuallererst ist ein Mensch ein analoges Wesen, die wesentlichen Aspekte des Lebens wie Liebe, Nahrungsaufnahme, Bewegung, Fortpflanzung, Soziales Erleben, etc. sind seit hunderttausenden von Jahren analog angelegt.

Der Mensch ist vor allem ein „Familienwesen“; natürlich kann man auch zeitweise allein leben, aber nicht für sein ganzes Leben. Digitalisierung führt tendenziell eher zur Vereinzelung, das wird es zu einem bestimmten Prozentsatz geben, mehr aber nicht.

Die letzten Wochen waren für viele Menschen eine ungewollte, aber als sehr angenehm empfundene Entschleunigung. Es wird sicherlich einen Teil geben, die nicht mehr zurück in das alte „Hamsterrad“ wollen.

Lagerhaltung ist doch nicht so schlecht, wie mancher bereits dachte. Die Corona-Situation macht deutlich, wie abhängig alles voneinander ist. Es wird die Tendenz geben, sich insgesamt wieder ein bisschen unabhängiger zu machen. Somit wird das Rad des „Outsourcing“" wieder etwas zurückgedreht.

Es gibt viele, die in den letzten Wochen einen neuen Zusammenhalt gefühlt haben. Auf einmal tun so einige etwas für andere, ohne eine Gegenleistung dafür haben zu wollen. Eine tolle Erfahrung für beide Seiten mit jeder Menge Dankbarkeit. Ein Danke zu erhalten, macht dauerhaft zufriedener als der Kauf des 26. T-Shirts oder des 30. Paar Schuhe.

Auf der anderen Seite ist die Unsicherheit gewachsen, morgen kann auf einmal alles anders sein, ohne dass man selbst etwas dafür kann. Das wird die Menschen generell etwas vorsichtiger machen und dafür sorgen, dass man mehr Liquiditätsreserven anlegt als in den letzten paar Jahren. Sowohl für sich privat als auch auf Unternehmerseite.

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Nein, bei Menschen gibt es kein „generell“. Es gibt immer solche und solche. Gute Menschen bis hin zu Verbrechern. Das kann so ein kleiner Virus nicht ändern.

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Für mich prallen ja mittlerweile zwei Welten aufeinander. :smiley:
Einerseits die - uns anerzogene - westliche konsumorientierte, oft sehr oberflächliche Welt wo es hauptsächlich um Leistung, immer schneller, stärker, effizienter geht und viele sich oft (nur) über materielle Dinge definieren, andererseits habe ich mich mit der fernöstlichen Lebensphilosophie beschäftigt, u.a. mit dem Zen-Buddhismus und Meditation.
Ich habe den Eindruck, dass diese Menschen wesentlich entspannter und ausgeglichener sind als wir hier in Europa.
Entspannung findet man auf jeden Fall in der NATUR, die gute Luft im Wald, das entspannende Geräusch von fließendem Wasser, die Sonne als Lebenselixier.
Körper, Geist und Seele im Einklang ist sicher ein guter Ansatz für ein glückliches und zufriedenes LEBEN.

Dann ersetze das Wort generell durch überwiegend, michael :slight_smile:

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Ich hatte mal eine Zeit im Leben, in der ich mich mit den Unterschieden der 5 großen Weltreligionen beschäftigt habe. Der Buddhismus gefällt mir von diesen fünf am besten, ohne dass es soweit geht, dass ich „Mitglied im Verein“ werden wollte. Der Gedanke einer ständigen Reinkarnation bis man irgendwann so weit ist, dass man es nicht mehr braucht, macht mir dieses Leben deutlich einfacher! Weil es einfach nicht so eine immense Bedeutung hat, als wenn es das einzige Leben wäre und danach nichts mehr wäre.

Darüber hinaus ist es sicherlich wichtig, Muster zu erkennen, die „einen immer auf Trab halten“. Die unsozialen Netzwerke halten einen z. B. gerne auf Trab. Um so größer wird die Abhängigkeit und damit der Profit.

Für mich ist es wichtig, immer wieder neu Abstand zu den Dingen zu bekommen. Nicht alles soooo nah an mich herankommen zu lassen, überwiegend negative Schwingungen/Energien zu meiden.

Glücklicherweise haben wir zwei Hunde und ich „darf“ täglich zwei bis drei Stunden an die frische Luft; raus aus dem Homeoffice, rein in Wald und Flur. Ich bemühe mich, auch bei schlechtem Wetter Lust zu haben, Gassi zu gehen.

Sätze wie diesen mag ich besonders: Versuche das zu lieben, was du tust, dann ist es keine Arbeit …

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oder „Tu was Du liebst…“ :smile: :deciduous_tree: :evergreen_tree:

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